Die letzten Tage an der Südwestküste + kleines Fazit 🇱🇰🌴🐘☀️❤️

Wir verlassen die Urwälder von Udawalawa und fahren Richtung Süden ans Meer. Dort verbringen wir unsere letzten fünf Tage in Ceylon (wie Sri Lanka früher hieß). Drei Wochen sind wir gemeinsam mit Regina durch Sri Lanka gereist, doch an der Südküste trennen sich unsere Wege. Sie wird in vier Tagen zurück nach Deutschland fliegen und schaut sich vor ihrer Abreise noch Colombo an. 

Wir Fünf beziehen ein abgelegenes Hotel in Strandnähe mit Pool im kleinen Fischerdorf Talalla. Hier haben wir den ganzen Strand für uns, Emil lernt im Pool tauchen und reinspringen mit anschließendem Ringe tauchen. Seit zwei Wochen kann er nun schwimmen und er hat große Freude im Wasser. In der Nähe von Tangalle verbringen wir einen weiteren Tag am Strand und können dort Meeresschildkröten beobachten und mit ihnen gemeinsam schwimmen. Ein wunderschönes Erlebnis, diesen faszinierenden und friedlichen Meeresbewohnern so nahe zu kommen.

Einen Tagesausflug unternehmen wir nach Galle, besichtigen dort das alte holländische Fort, mit Leuchtturm und die Altstadt. Es ist hier sehr heiß, aber dennoch erlaufen wir fast die gesamte Stadtmauer mit einer Länge von etwa 5 km. Die Jungs müssen schließlich ausgepowert werden 😅  Auf einem Parkplatz finden zufällig gerade Rollerfahrstunden statt und wir erfahren, dass ein Führerschein hier ca. 80 Euro kostet und man lediglich 8 Fahrstunden benötigt. Auf dem Rückweg von Galle halten wir noch in Mirissa, baden im Meer und haben einen schönen Blick auf den Coconut Hill (Kleine vorgelagerte Palmen Insel). 

Die letzten zwei Tage verbringen wir im Pool und Meer und essen jeden Abend Fisch. Viel zu schnell vergehen die letzten Tage und Donnerstag den 14.12. heißt es mal wieder packen, um anschließend drei Stunden nach Colombo zum Flughafen zu fahren und unseren Mietwagen abzugeben. Voller Faszination und mit vielen Eindrücken verlassen wir die einzigartige Perle im Indischen Ozean, jedoch nicht ohne ein erstes kleines Fazit: (siehe weiter unten ⬇️ )

Fazit unserer vier Wochen auf Sri Lanka

Das sehr vielseitige Land hat uns extrem gut gefallen. Es gibt hier zahlreiche Tiere zu entdecken und das nicht nur innerhalb der geschützten Nationalparks. Die Safaris in den Nationalparks haben uns aber auch sehr gut gefallen und wir konnten dort unterschiedlichste Tiere in freier Wildbahn beobachten. Des Weiteren hat Sri Lanka sehr unterschiedliche Landschaften. Vom Schwimmen im Meer, wandern im Hochland, ursprüngliche Wälder und malerischen Teeplantagen war es eine tolle Abwechslung in den vergangenen vier Wochen. Die Luftfeuchte ist sehr hoch, jedoch am Meer durch den Wind nicht so extrem wie im Inland. Ab und zu gab es mal einen Regenschauer aber nie richtig lang. Es ist flächenmäßig so groß wie Bayern und somit vor allem mit Kinder gut zu bereisen.

Die Leute sind sehr freundlich und zuvorkommend. Gelegentlich war es etwas aufdringlich, wenn uns z.B. zehn mal Hilfe oder eine Taxifahrt angeboten wurde. Wir hatten aber immer den Eindruck, das es sich um echte und gut gemeinte Hilfsbereitschaft handelte. So haben wir uns keinen Moment unwohl gefühlt. Eher haben sie uns noch etwas geschenkt, anstatt uns übers Ohr zu hauen. Sie haben sich immer sehr gefreut uns zu sehen, haben uns angelacht und wollten Fotos mit uns machen und die Kinder streicheln. Hin und wieder leider die Kinder in die Backe zwicken und Käthe wollten sie oft auf den Arm nehmen, was ihr nicht so geheuer war und sie anfing zu weinen – somit verneinten wir dies meistens. 

Wir haben oft dort gegessen wo die Locals essen und meistens kostete ein Gericht zwischen 1 bis 2 Euro. Traditionell isst man in Sri Lanka Reis mit Curry, welches immer ein bisschen anders schmeckte. Curry bedeutet viele kleine verschiedene Schälchen mit Gemüse, Linsen, Kokosnuss, Chilipaste, (Pasten uns Soßen). Sie essen hier mit der Hand, der rechten, besser gesagt nicht mit dem Handballen, sondern den Fingern. Des Weiteren gibt es Fried Rice, frittierter Reis mit Karotten und Frühlingszwiebeln und je nach Wunsch mit Hähnchen, Rind, Fisch, Garnelen. Außerdem gibt es Fladen, welche Roti genannt werden und dazu isst man meist Linsen Curry. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere lokale Speisen. 

Der Links-Verkehr ist sehr chaotisch und die Regel des Stärkeren zählt. Busse und LKW`s hupen sich den Weg frei und haben automatisch Vorfahrt. Die Einheimischen fahren öfters auf der Gegenspur los, um dann irgendwann auf ihre Spur rüber zu ziehen und da das ganze Leben auf der Strase stattfindet, findet man auch alles auf der Straße, von Tieren, über Menschen, TUK TUK, Roller und vieles mehr. Jeder geht davon aus, dass man abbremst oder ausweicht. Entsprechend kommt man nicht zügig voran und schafft etwa 30 KM in einer Stunde. Die meisten Touristen, die wir trafen, waren mit Bus/Bahn oder mit einem eigenen Fahrer unterwegs. 

Der Norden ist unserer Meinung nach ärmer als der Süden und weniger touristisch und dafür noch ursprünglicher. Ebenso leben im Norden und Osten mehr Muslime als auf dem Rest der Insel. Die Leute können einige Brocken englisch und es reicht meistens sich zu verständigen. Der Tourismus ist nicht mehr auf dem Niveau, auf dem er wohl mal gewesen ist. Das haben uns auch viele Einheimische berichtet, die vom Tourismus leben. Es gibt viele verlassene Restaurants, viele geschlossene Hotels und auch so ist manches in die Jahre gekommen und wird wohl auch nicht mehr eröffnet. 2019 gab es mehrere Anschläge mit über 260 Toten auf Sri Lanka, dann kam Corona und letztes Jahr gab es die Wirtschaftskrise in Sri Lanka, was dem Tourismus immer wieder zusetzte. Im Schnitt haben wir für ca. 30 Euro übernachtet und haben jeweils zwischen 2 und 4 Nächte an einem Ort verbracht. 

Danke SRI LANKA für die einzigartige Artenvielfalt, in der Hoffnung diese weiterhin zu erhalten, danke für die vielen wundervolle Erlebnisse und die vielen offenen und freundlichen Menschen denen wir begegnen durften. ❤️

2 Kommentare zu „Die letzten Tage an der Südwestküste + kleines Fazit 🇱🇰🌴🐘☀️❤️

  1. Da hattet Ihr offenbar eine sehr wertvolle und tolle Zeit auf Sri Lanka. Toll daß Emil nun das Tauchen für sich entdeckt hat 😀 Habe eine gute Weiterreise ✌️👋👍

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Dagmar Feger Antwort abbrechen