Hauptstadt und Karibikküste

Auf unserem Weg zur karibischen Seite fuhren wir über die Hauptstadt, wollten dort noch einen Stopp einlegen, um uns von San José einen kurzen Eindruck zu verschaffen, sowie Cartago anzuschauen und den aktiven Vulkan Irazú. In San José besuchten wir einen großen Markt mit Essensständen, Obst, Gemüse, aber auch Gewürze und Haushaltsartikel, sowie allem was man so braucht oder auch nicht. Am Nachmittag schauten wir uns noch die frühere Hauptstadt von Costa Rica an, Cartago. Dort gibt es eine bekannte Kirchenruine, die durch zahlreiche Erdbeben beschädigt wurde. Die neu errichtete Kirche, Basilika Nuestra Senora de los Angeles, ist jedoch wunderschön. Der Verkehr rund um San José ist jedoch überhaupt nicht schön und wir waren nach so vielen einsamen Stränden und Wäldern diesen Trubel nicht mehr gewohnt. Leider tragen die Verkehrskünste der Ticos nicht gerade zur flüssigen Verkehrsabwicklung bei. Der Vulkan Irazú direkt neben der Hauptstadt ist noch ein recht aktiver und man kann ihn einschließlich des Kraters besichtigen. Leider blieben uns die letzten 1000 m coronabedingt verwehrt. Der Weg auf die 3400 Meter überm Meeresspiegel war dennoch sehr beeindruckend. Wir hatten eine super Sicht auf dem Weg hoch zum Vulkan. Da es ein Sonntag war, saßen viele Leute am Straßenrand und picknickten und genossen die Aussicht.


Der Weg an die karibische Küste war gesäumt von riesigen Bananenplantagen, großen Logistikzentren und starkem LKW Verkehr. Hier wächst ein großer Anteil unserer in Deutschland zu kaufenden Bananen. Ca. 330.000 Tonnen Bananen werden in deutsche Supermärkte exportiert. Außerdem hatten wir das Glück am Straßenrand ein nicht faules Faultier zu beobachten.


In Cahuita angekommen, badeten wir im Meer, spielten im Sand und bekamen einen Einblick in das noch „gechilltere“ Leben auf der karibischen Seite. Im Cahuita Nationalpark konnten wir mal wieder jede Menge Tiere entdecken und spazierten am Strand und im Dickicht entlang. Es gab jedoch so viele Moskitos wie nie zuvor, vermutlich durch die kurzen Regenschauer.


Als letzter Ort und absolutes Highlight in Costa Rica stand Tortuguero auf dem Plan. Wir stellten unser Auto auf dem Parkplatz beim Bootsanleger ab und fuhren mit dem Boot eine Stunde nach Tortuguero. Man kommt dort nur per Kleinboot hin und das Dorf besitzt nur schmale Wege. Dort läuft man zu Fuß oder fährt Fahrrad. Ein gutes Vorbild für so manch deutsche Innenstadt.😉Schon die Bootsfahrt nach Tortuguero war spannend und sehr schön. Unsere Unterkunft hatte einen Pool und so waren wir jeden Tag im Pool baden. Emil entdeckte Vertrauen in seine Schwimmflügel und hatte Freude beim Reinspringen und Schwimmen. Der Ort lebt zu 100 % vom Tourismus. Aufgrund der aktuellen Situation war ein Drittel der Einheimischen in anderen Teilen, Ländern, um anderweitig Geld zu verdienen. In der Nähe von dem Ort Tortuguero gibt es einen Hügel, von welchem aus man einen schönen Blick auf den Ort, sowie das Meer und die Lagune hat. Man kommt wiederum nur mit dem Boot zu dem Hügel. Die Wanderung war nicht besonders schwierig, jedoch mit der hohen Luftfeuchte eine Herausforderung. Einen Tag machten wir eine geführte Tour und unser Guide fuhr uns per Kanu durch den Dschungel. Vor 80 Jahren hat man viel gerodet, jedoch zum Glück geschafft es zu stoppen und der Wald durfte sich auf natürliche Weise wieder ausbilden. So wie dieser Sekundärwald, stehen in Costa Rica ca 27 % der Flächen unter Naturschutz. Die beiden Jungs machten zum Glück sehr gut bei der Bootstour mit und so konnten wir jede Menge Tiere sehen und die frühen Morgenstunden im Dschungel genießen.

Zum Sonnenuntergang spazierten wir am Strand entlang und hatten tatsächlich super Glück und konnten zwei frisch geschlüpfte Meeresschildkröten ins Meer huschen sehen 🐢. Leider zu schnell für unser Objektiv aber ein ergreifender Moment. Es kommen jährlich zwischen Juli und September ca. 46.000 Schildkröten zur Eiablage in Tortuguero an den Strand. Sie schlüpfen nach ca. 40 bis 60 Tagen. Somit mussten es zwei der letzten geschlüpften Schildkröten für dieses Jahr sein. 


Costa Rica hat uns beeindruckt. Nicht nur die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt ist atemberaubend, auch die Freundlichkeit und Offenheit der Ticos. Wir wurden immer sehr herzlich empfangen und mit Komplimenten über unsere Kinder überhäuft (Wir wurden mindestens einmal am Tag gefragt ob sie gemelos, Zwillinge, sind. 😆) Nun hieß es für uns Abschied nehmen und auf in die Hauptstadt, dort unser Auto abgeben, zum Flughafen und weiter nach….

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