Entlang der Küste über Panggul nach Yogyakarta – mit tollen Highlights

18. August 2026

Vorbei an Mangrovenwäldern und kleinen Dörfern setzen wir unsere Reise fort. Auf teilweise sehr steilen und engen Straßen bringen wir unseren Mietwagen immer wieder an seine Grenzen. Hier wäre ein Geländewagen manchmal durchaus ratsam.
In Panggul sind wir die einzigen Gäste in unserer großzügigen Unterkunft mit Pool, dem Hotel Sanra. Wir machen einen Spaziergang durch die zahlreichen Reisfelder und auch am Kili Kili Strand sind wir die einzigen Menschen weit und breit. Bei unserem Strandspaziergang entdecken wir plötzlich kleine Bewegungen im Sand. Bei genauerem Hinsehen können wir sie als winzige Babyschildkröten identifizieren, die gerade aus ihrem Nest geschlüpft sein müssen und sich auf ihre erste große Reise begeben.
In Australien durften wir bereits Meeresschildkröten bei der nächtlichen Eiablage beobachten, aber noch nie hatten wir so viele Babyschildkröten am helllichten Tag gesehen. Ein wirklich bewegendes Erlebnis! Mit gebührendem Abstand begleiten wir die Kleinen auf ihrem Weg ins Meer und wünschen ihnen, dass sie eines Tages als erwachsene Tiere an diesen Strand zurückkehren können – wohl wissend, wie viele Gefahren und Herausforderungen auf sie warten.

Auf dem Weg nach Yogyakarta legen wir einen Stopp bei einer beliebten Touristenattraktion ein: Goa Pindul, einem Canyon mit einer Unterwasserhöhle. Ganz nach dem Geschmack unserer Kinder erwartet uns hier ein nasses Abenteuer mit Klippenspringen und jeder Menge Badespaß. Am Abend schlendern wir durch die kleinen Gassen von Yogyakarta, bevor wir unsere neue Unterkunft mitten in der Stadt erreichen.

Ein weiteres Highlight ist der Borobudur-Tempel, die größte buddhistische Tempelanlage der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe. Er wurde etwa um das Jahr 800 erbaut und 1814 wiederentdeckt. Über Jahrhunderte war die gesamte Anlage unter Erde und Vegetation verborgen. Heute thront sie nach aufwendiger Restaurierung wieder majestätisch auf einem Hügel.
Nach dem verheerenden Ausbruch des Merapi im Jahr 2010 drohte die Anlage erneut schwer beschädigt zu werden. Mit internationaler Unterstützung, unter anderem aus Deutschland, wurde sie über mehrere Jahre aufwendig restauriert. Unter den 72 Stupas, den charakteristischen glockenartigen Türmchen, befinden sich jeweils Buddha-Statuen. Der gesamte Ort strahlt eine besondere Ruhe aus und besitzt bis heute eine tiefe spirituelle Bedeutung.

Nach so viel Kultur ist am nächsten Tag wieder Action angesagt. Am Fuße des mächtigen Merapi-Vulkans unternehmen wir eine Jeeptour. Wir sind überrascht, wie viele andere, vor allem indonesische Touristen, unterwegs sind. Während der Tour machen wir mehrere Stopps und bekommen einen Eindruck von den gewaltigen Auswirkungen des verheerenden Ausbruchs von 2010. Damals kamen Hunderte Menschen ums Leben und fast 300.000 Menschen mussten evakuiert werden. Der gefährliche Riese wirkt heute erstaunlich sanft und friedlich – doch jederzeit kann er wieder zum Leben erwachen. Auf der Rückfahrt geht es schließlich noch einmal richtig zur Sache: Die Jeeps fahren durch das Offroad-Gelände und Michael und die Jungs werden dabei einmal komplett nass. Genau das richtige Abenteuer für unsere drei.
Am Abend besuchen wir eine Aufführung des bekannten Ramayana-Balletts – eine spektakuläre Show mit traditionellem Tanz, Musik und Gesang. Und das Beste: Auch für Kinder ist die Aufführung geeignet.

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