Ost-Java - großartige Menschen und spektakuläre Landschaft

15. August 2026

Wir tauchen tiefer in die javanische Kultur und Lebensweise ein. Zufällig erfahren wir, dass es in Jember einen großen kostümierten Umzug gibt. Da die Stadt auf unserer weiteren Reiseroute liegt, legen wir dort natürlich einen Zwischenstopp ein.Selbstverständlich startet eine der größten Karnevalsveranstaltungen des Landes nicht pünktlich. So kommen wir vorher noch mit vielen Einheimischen ins Gespräch und werden unzählige Male fotografiert und angesprochen. Die beteiligten Kinder sind sichtlich stolz und wir können prachtvolle Kostüme und Tänze bewundern.
Abends auf unserer weiteren Strecke legen wir eine Essenspause in einem kleinen, authentischen Warung ein. So werden hier die zahlreichen Imbissstände und kleinen Restaurants genannt, die es überall gibt und in deren minimalistischen Küchen die leckersten Gerichte zubereitet werden. Mie Ayam – eine Nudelsuppe mit Hühnchenfleisch – oder auch die bekannten Mie Goreng und Nasi Goreng werden immer frisch zubereitet. Wenn man „not spicy“ bestellt, ist der Schärfegrad allerdings immer noch völlig ausreichend.

Am nächsten Tag steht ein weiteres Highlight an: der Tumpak Sewu Wasserfall. Diesen kann man nicht nur von zahlreichen Aussichtspunkten bewundern, sondern auch hinabsteigen. Hier sollte man nicht den Hauptabstieg in der Nähe des Panoramas wählen, sondern über die Goa Tetes und weiter hinten im Flusstal absteigen. So kann man dem großen Touristenansturm entgehen. Für unsere Jungs ist es ein absolutes Highlight, über die zahlreichen Treppenstufen und durch die vielen kleineren Wasserfälle zu klettern. An diesem Mittag bleibt niemand trocken.

Am Abend erreichen wir Malang, wo wir uns für drei Nächte in einer Ferienwohnung einquartieren. Malang ist ein beliebter Ausgangspunkt für viele Unternehmungen, aber auch die Stadt selbst hat einiges zu bieten. Die beiden bunten Viertel Kampung Tridi und Kampung Warna-Warni Jodipan, die sich durch ihre farbenfrohe Bemalung von ehemaligen Armenvierteln zu beliebten Künstlervierteln entwickelt haben, gehören ebenso dazu wie ein authentischer Markt, gemütliche Stadtparks und gut erhaltene Gebäude aus der Kolonialzeit. Die Fortbewegung mit der motorisierten Rikscha ist trotz Überlastung und Schrittgeschwindigkeit ein lustiges Erlebnis.

Von Malang aus starten viele Touren zum wohl berühmtesten Vulkan Indonesiens: dem Bromo. Auch wir wollten eine Tour organisieren, doch der Nationalpark wurde wenige Tage zuvor wegen eines großen Waldbrandes auf unabsehbare Zeit geschlossen. Dies ist in der Trockenzeit keine Seltenheit. Auch auf unserer bisherigen Reise haben wir keinen einzigen Regentropfen gesehen. Mit unserem Mietwagen fahren wir bis an den Rand des Nationalparks und der Kaldera. Aus sicherer Entfernung können wir beobachten, wie der Semeru, mit rund 3.700 Metern der höchste Vulkan Javas, eine gewaltige Aschewolke ausstößt. Generell gibt es auf Java viele aktive Vulkane und eine hohe seismische Aktivität. Irgendwo brodelt und dampft es hier immer. Eine allgegenwärtige Gefahr, die für die rund 150 Millionen Einwohner Javas jedoch zum ganz normalen Alltag gehört. Auf dem Rückweg entdecken wir am Fuße der Vulkanberge eine große Affengruppe, die sich akrobatisch von Baum zu Baum schwingt und ihre Kletterkünste demonstriert. Es handelt sich um Haubenlanguren. Die meisten Tiere tragen ein schwarzes Fell, einige sind jedoch orange- bis hellbraun gefärbt. Die abschließende Abkühlung verbringen wir im Sabella Pool, ein absoluter Geheimtipp mit freiem Blick auf die Reisefelder.

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