12. August 2026
Nach der nächtlichen Fährüberfahrt erreichen wir die indonesische Hauptinsel Java. In Banyuwangi werden wir herzlich empfangen und überhaupt begegnen uns die Einheimischen hier unglaublich freundlich. Sie lächeln uns immer wieder an, freuen sich sichtlich über unseren Besuch und fragen neugierig, woher wir kommen und wohin wir als Nächstes weiterreisen. Bei einem Ausflug zum Wasserpark denken wir anfangs, er sei geschlossen, denn wir sind das einzige Fahrzeug auf dem Parkplatz. Doch tatsächlich hat er geöffnet, und so verbringen wir einen schönen Tag dort. Neben den verschiedenen Wasserbecken gibt es sogar noch einige weitere Freizeitaktivitäten wie eine Achterbahn und ein Karussell. Am selben Abend verpassen wir Michael und den Jungs einen kürzeren Haarschnitt und besuchen anschließend einen traditionellen Marktplatz. An den vielen verschiedenen Ständen probieren wir neues Essen und auch einige für uns unbekannte Getränke. So bekommen wir einen ersten Eindruck von der kulinarischen Vielfalt Javas.
Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug zum berühmten Ijen-Krater. Allerdings brechen wir nicht so früh auf wie die meisten Touristen, die bereits mitten in der Nacht aufsteigen, um das berühmte blaue Feuer zu bewundern. Wir starten etwas später und entsprechend kommen uns auf dem Weg schon viele Besucher entgegen. Glücklicherweise erfahren wir noch rechtzeitig vor unserem Aufbruch in den Nationalpark, dass wir ein Gesundheitszertifikat benötigen. Darin muss bescheinigt werden, dass wir alle gesundheitlich in der Lage sind, den Auf- und Abstieg ohne gesundheitliche Risiken zu bewältigen. Der Hintergrund dafür ist offenbar ein Vorfall vor zwei oder drei Jahren: Ein Besucher mit Asthma soll beim Aufstieg verstorben sein. Seitdem gelten entsprechende Gesundheitsauflagen für den Aufstieg. Das Gesundheitszertifikat, bestehend aus einem kurzen Klinikbesuch mit Blutdruckmessung und Fragebogen kostet uns etwas zusätzliche Zeit und Geld. Der Aufstieg ist auch mit Kindern gut machbar und auf dem Kraterrand angekommen bietet sich ein spektakulärer Ausblick auf den Kratersee und die Umgebung. Aus Teilen der Felswand tritt heißer Rauch aus und der Schwefelgeruch ist wahrnenehmbar aber nicht besonders stark. Auf dem Rückweg kühlen wir uns im Jagir Wasserfall ab.
Von Banyuwangi geht es weiter in südliche Richtung zum Nationalpark Taman Nasional Alas Purwo, wo wir zum ersten Mal auf wildlebende Affen treffen, die in einer alten Tempelanlage leben. Ebenso begegnen uns Wildschweine und auf einer kleinen savannenähnlichen Fläche können wir wilde Wasserbüffel, Rehe, Pfaue und andere Vögel beobachten.
Entlang der Küste bewegen wir uns abseits der bekannten Touristenrouten in Richtung Westen und je weiter wir ins Landesinnere kommen, desto mehr prägen Landwirtschaftsflächen, kleine Felder und verstreute Dörfer die Landschaft. Immer wieder, wenn wir aus dem Auto steigen oder unterwegs an kleinen Ständen Snacks holen, merken wir schnell, dass wir hier deutlich auffallen. Die Menschen begegnen uns neugierig, sehr herzlich, freuen sich sichtbar über unseren Besuch und fragen oft, ob sie ein Foto mit uns machen dürfen. Es ist nie aufdringlich aber nur vereinzelte jüngere Indonesier sprechen englisch und die Kommunikation ist meist nur mit Gesten oder Übersetzungsapp möglich. Schließlich erreichen wir einen kleinen Küstenort ganz im Südwesten, der noch einmal eine ganz eigene Atmosphäre hat. Am Teluk Hijau, der grünen Bucht verbringen wir einen halben Strandtag und ein paar Makaken Affen leisten uns Gesellschaft. Anschließend erkunden wir noch das kleine Fischerdorf, in dem die Boote direkt am Ufer liegen und der Alltag der Menschen eng mit dem Meer verbunden ist.