Ab ans Meer – El Jadida – Casblanca – Rabat – Meknès und zurück nach Fès 🏄🏻‍♂️🕌

Wir verlassen die lebhaften Straßen Marrakeschs in nördliche Richtung und nehmen Kurs auf die Atlantikküste. Unterwegs durchqueren wir nur wenige Ortschaften und machen Mittagspause an einem der seltenen Spielplätze. Nach passieren wie üblich zahlreicher Polizei-Checkpoints erreichen wir am frühen Abend unser Ferienhaus direkt am Meer. Die Terrassentür lässt sich nicht abschließen aber die Verwalter beschwichtigen uns, denn das Haus gehöre einem hochrangigen Militärangehörigen und da traut sich keiner nur in die Nähe – Aha okay. Wir verbringen einen ruhigen Abend am Strand und am nächsten Tag erkunden wir den belebten Küstenort El Jadida. Hier treffen wir nur auf wenige andere Touristen und und können in das authentische marokkanische Leben eintauchen. Auf dem Markt versorgen wir uns mit Oliven, Datteln und Gewürzen bevor wir durch die Altstadt und am Hafen entlang spazieren. Nachmittags versuchen sich die Jungs im Wellenreiten und abends gibt es Fisch satt.

Nach einer Stunde Fahrt auf der Autobahn erreichen wir Casablanca, die größte Stadt Marokkos mit 3,5 Mio Einwohner. Ein wahrer Kontrast zum Hinterland mit modernen und grünen Parkanlagen, mehrstöckigen Wohnhäusern und nagelneuen Einkaufszentren. Nach ausgiebiger Spielplatz und Picknickzeit schauen wir uns von außen die riesige Hassan II Moschee an, die mit 200m das zweithöchste Minarett der Welt besitzt.

An Maries Geburtstag starten wir mit einem ausgiebigen Frühstück und fahren dann weiter in die Hauptstadt nach Rabat. Zuerst besuchen wir die Nekropole Chellah, auf deren Ruinen zahlreiche Störche ihre Nester gebaut haben. Eine wunderschöne Anlage mit viel Grün und schattigen Plätzchen, denn heute klettert das Thermometer auf ca. 32°C. Mitten in der Altstadt beziehen wir unser Riad (traditionelles Haus mit Innenhof) und erkunden die engen Gassen. Ebenso spazieren wir durch die kleine weiße Festung Kasbah des Oudayas, von deren Mauern man die Surfer auf dem Atlantik beobachten kann. Abends besuchen wir den Hassan Turm und den dazugehörigen Platz mit vielen Säulen, der eigentlich die größte Moschee der arabischen Welt hätte werden sollen. Nebenan werfen wir einen Blick in das Mausoleum, wo die sterblichen Überreste der bisherigen zwei Könige Marokkos aufbahrt und bewacht werden. Marokko ist seit 1956 unabhängig von Frankreich und wird derzeit von König Mohammed, dem Enkel des ersten Königs regiert. Nach so viel Kultur lassen wir Maries Geburtstag bei einem leckeren Abendessen in der Altstadt ausklingen.

Wir verlassen die Atlantikküste und den letzten Zwischenstopp auf unserer Rundreise legen wir in Meknès ein. Von unseren letzten Gastgebern werden wir erneut freundlich mit Tee und Gebäck begrüßt. Wir versorgen uns erneut mit Oliven, anderen kulinarischen Mitbringseln und die Kinder haben Spaß auf einem kleinen Rummelplatz mit Karussell und Autoscooter. Am Tag des Fluges schlendern wir noch durch die Altstadt von Meknes.

Eine wundervolle Reise geht zu Ende mit vielen spannenden Einblicken in die Marokkanische Kultur und Natur. Die Verständigung auf Englisch und Französisch war nicht immer leicht, da die meisten nur Arabisch sprechen, aber wir haben uns überall willkommen gefühlt. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist hier groß und der Kontrast zwischen Stadt und Land könnte nicht größer sein. Kulinarisch haben wir fast alles ausprobiert und waren ua. begeisterst von Tajine, gebackenen Borten, belegten Baguettes, Falaffeln, Gemüsesuppen, Oliven, frisch gepresstem Orangensaft, unzähligen scharfen Pasten, exotischen Gewürzen und allerlei gerösteter oder gesalzener Nüsse. Landschaftlich war es sehr abwechslungsreich – von karger Wüste, Atlasgebirge, und grüner Täler bis zu pulsierenden Metropolen. Man darf nicht kontaktscheu sein und gerade in Marrakesch und Fès wurden wir oft angesprochen – ganz nach dem Motto: Fragen kostet nix -aber alles andere dann schon!

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