Vielseitiges Marokko – von Rissani – Skoura – Ait-Ben-Haddou – bis nach Marrakesch 🏔️👳🏾‍♂️

Wir verlassen die Dünen von Merzouga in nordwestliche Richtung und fahren durch eine dünn besiedelte und ländliche Gegend. Da sonntags klassischer Markttag ist machen wir einen Halt in Rissani und besuchen den lokalen Markt, auf dem wir nur wenige andere Touristen antreffen und spannende Einblicke in die marokkanische Kauf und Handelskultur erhalten. Hier kann man von Obst, Gemüse bis über Fleisch, Joghurt, Kleidung, Baumaterial und Geschirr so ziemlich alles bekommen. Wir decken uns mit eingelegten Oliven, Gewürzen ein und probieren die hier typische Berberpizza aus. Anders als bei der klassischen Pizza, wird diese nicht belegt, sondern die Füllung, bestehend aus Rindfleisch, Zwiebeln und Harissa befindet sich mitten im Teig.

Bei Serghine übernachten wir in einer traditionellen Kasbah (Kleine Festung aus Lehmsteinen) und machen am nächsten Vormittag eine kleine Wanderung zu einer 3km entfernten Ruine. Auf dem Weg spielen wir am Fluss und entdecken eine kleine ungefährliche Schlange. Weiter auf unserer Route, in Skoura, verbringen wir den Nachmittag entspannt am Pool und machen abends einen Spaziergang und bestaunen weitere historische Festungen. 

In der bekannten und als Weltkulturerbe anerkannten Altstadt von Ait-Ben-Haddou legen wir einen weiteren Zwischenstopp ein. Die aus klassischer Lehmbauweise befestigte Stadt wirkt wie eine große Festung und diente bereits vielen berühmten Filmen (Z.B. Game of Thrones und Gladiator) als Kulisse. Eingebettet in die felsige Landschaft mit vereinzelten grünen Flusstälern – ein toller Anblick.

Über den hohen Atlas führt uns die kurvenreiche Straße bis in den Ballungsraum Marrakesch. Doch bevor wir uns der wuseligen Großstadt widmen, verbringen wir noch einen Tag mit kleiner Wanderung im Hinterland der Atlassausläufer. Hier sind die Straßen nicht asphaltiert und die Menschen leben in sehr einfachen Behausungen. Haupteinnahmequelle ist die Landwirtschaft, überall laufen Schafe, Ziegen und Hühner herum und das Haupttransportmittel ist der Esel oder Motorroller. In der kleinen Ortschaft Aghmat haben wir ein tolles und abgelegenes Feriehaus mit großem Garten ganz für uns alleine.

Die belebte Altstadt von Marrakesch erkunden wir zu Fuß und besichtigen mittags den berühmten Bahia Palast und die Koranschule Ben Youssef, die für ihre kunstvoll verzierten Decken und Innenhöfe bekannt sind. Zum ersten Mal treffen wir auf zahlreiche andere europäische Touristen und schlendern durch die vielen bunten Gassen. Zu Kaufen gibt es hier wenig, was auch die Einheimischen kaufen würden und sowohl das Angebot als auch die Preise sind auf die ausländischen Besucher ausgerichtet. Auf dem berühmten Jemaa el fna Platz tummeln sich viele Gaukler, Schlangenbeschwörer und allerlei Vertkaufstüchtige, die Getränke, Snacks und alles Mögliche anbieten. Nicht ohne einen kurzen Abstecher zur Koutoubia Moschee beenden wir unseren Tagesauflug in Marrakesch. Am Abend beziehen wir eine gemütliche Ferienwohnung und werden von unseren Gastgebern zu Tee und Knabbereien eingeladen. Die meisten Marrokaner, die wir bisher trafen, sind sehr herzlich und super gastfreundlich!

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