In den Wäldern rund um Rotorua sind viele alte Mammutbäume heimisch. Die rötlichen Urzeitriesen werden bis zu 150 Jahre alt, ca. 80 Meter hoch und so dick, das wir sie gemeinsam nicht umschließen können. Nördlich des Rotorua Sees in einem Waldgebiet finden wir einen schönen kostenfreien Stellplatz mit fließend Wasser und verbringen eine ruhige Nacht.











Am darauffolgenden Morgen fahren wir wieder an die die Küste und machen einen Sonntagsausflug zum Mount Maunganui, der von malerischen Stränden und grünen Wiesen umgeben ist. Nach etwa einstündigem, moderatem Aufstieg haben wir einen phantastischen Blick auf die umliegende Küste und den Ozean. Nach dem Abstieg heißt es, raus aus den Klamotten und ab in die Wellen!















Weiter geht es in nordöstliche Richtung zur Coromandel Landzunge, vorbei an vielen Kiwi Plantagen. Am Hot Water Beach gibt es heiße Quellen, die direkt am Strand liegen. Bei Ebbe findet hier ein wahres Spektakel statt und wir treffen duzende motivierte Touristen, die mit Schaufel und Spaten ihren eigenen kleinen Pool graben. Wenn man nicht wüsste was hier von statten geht, könnte man denken, dass hier die Weltmeisterschaften im Sandburg bauen stattfinden. Etwas abseits des Trubels verbringen wir schöne Stunden am Strand und am frühen Abend springen wir noch in den Pool.














Am nächsten Tag ist es noch wärmer (ca. 27°C) und wir besuchen die Cathedral Cove, die nur zu Fuß oder per Boot zu erreichen ist. Auch hier sind wir nicht alleine und unterwegs treffen wir erneut eine deutsche Familie mit Kindern im gleichen Alter. Am Strand angekommen, wirkt die mächtige Höhle tatsächlich wie eine Kathedrale. Wir verbringen erneut einen wunderschönen Tag am Meer und tanken nochmal richtig Sonne. Abends fahren wir auf kurviger Strecke durch den Coromandel Nationalpark und verbringen die Nacht alleine auf einem abgelegenen Plätzchen.














Wir verlassen langsam das Gebiet in Richtung Auckland, aber nicht ohne nochmal eine kleine Wanderung (ca. 7 KM) zu unternehmen und die neuseeländischen Kauri Bäume zu besuchen. Sie können bis zu 2000 Jahre alt werden und der größte jemals gefundene Kauri Baum hatte einen Durchmesser von 8,5 Metern. Wir genießen unsere vorerst letzte Wanderung inmitten dieser grünen Idylle.










In Auckland verpassen wir Michael und den Jungs einen längst überfälligen kurzen Haarschnitt. Vom Mount Eden, einem kleinen Krater haben wir eine gute Aussicht auf das Stadtzentrum und die Landschaft. Unsere letzt Nacht im Camper verbringen wir in der Nähe eines kleinen Parks. Am letzten Tag besuchen wir eine deutsche Bäckerei, das Hafengebiet von Auckland, wo gerade internationale Segelmeisterschaften stattfinden und einen großen Abenteuerspielplatz. Dann heißt es Abschied nehmen von unserem mittlerweile lieb gewonnenen kleinen zu Hause auf vier Rädern und alles wieder flugtauglich verpacken.





















Ja, Neuseeland ist ein besondereres Reiseland und wir wissen jetzt, was diesen Sehnsuchtsort ausmacht. Nirgendwo sonst findet man so abwechslungsreiche Landschaften, die sonst in der ganzen Welt verteilt sind, kompakt auf zwei Inseln verteilt. Schneebedeckte Berge und Vulkane, grüne Urwälder, saftige Wiesen und Weiden, kristallklare Seen und Flüsse, steile Küsten und malerische Strände. Dazu die bewahrte Māori Kultur, die Tierwelt und moderne Städte. Gerade mit Kindern wissen wir die vielen Parks und Spielplätze zu schätzen. Die unzähligen Wanderwege und Ausflugsmöglichkeiten machen Neuseeland zu einem Paradies für Naturliebhaber. Die sommerlichen Temperaturen sind angenehm, auch wenn wir persönlich es heißer mögen.
Die letzten Wochen vergingen viel zu schnell und etwas Wehmut stellt sich ein, dass unsere ferne Reisezeit nun zu Ende geht. Anfangs ungewiss ob all unsere Reise-Ideen und Pläne funktionieren würden, wagten wir das Abenteuer auf die andere Seite des Planeten. Wir durften einzigartige Natur und deren ursprüngliche Bewohner kennen lernen. Vor allem die Begegnungen mit der australischen Tierwelt waren, nicht nur für die Kinder, unbeschreiblich beeindruckend. Wir haben wieder viel gelernt und es wird eine Weile dauern bis wir alle Erlebnisse realisiert und reflektiert haben. Käthe ist auf der Reise zur Persönlichkeit geworden, Theo hat schwimmen gelernt und Emil spricht einige Wörter englisch um nur ein paar Dinge aufzuzählen. Überglücklich und dankbar blicken wir auf unzählige schöne Momente und sind stolz auf gemeinsam bewältigte Herausforderungen! Auch wenn wir uns vorstellen könnten noch weiter zu reisen, freuen wir uns jetzt wieder auf die Heimat und unser festes zu Hause.



Von Auckland über Shanghai nach Europa (2x 12 Flugstunden) landen wir im kalten Pariser Nebel und fahren die letzten 500Km der insgesamt 18.000 KM langen Reise mit dem Mietwagen in den Kastanienweg. Wow geschafft – wir sind alle müde aber gesund zu Hause angekommen! Danke

