Vom Innland erreichen wir die Nordküste und wir verbringen unsere letzten Tage auf der Südinsel. Zuerst besuchen wir den Abel Tasman Nationalpark, der für seine ursprünglichen Wälder und unberührten Strände bekannt ist. Hier lassen wir uns mit dem Wassertaxi zu einem Strand am beliebten Küstenwanderweg bringen und wandern 11 KM zurück zum Ausgangspunkt. Alleine die Fahrt auf dem Schnellboot und die Ausblicke auf die Küste sind ein Erlebnis für sich. Wir legen eine Pause am Strand ein und die Kinder buddeln im Sand und bauen mit Stöcken ein Tipizelt.























Wir verbringen die Nacht auf einem Campingplatz, da wir am nächsten Morgen Frischwasser auffüllen und Abwasser ablassen müssen. Des Weiteren freuen wir uns mal wieder auf eine warme Dusche. Den restlichen Vormittag verbringen wir mit Wäsche waschen, einkaufen und auf einem Spielplatz, wo wir später noch grillen und Fußball spielen. So wird es ein gemütlicher Sonntag in Nelson. Am frühen Abend fahren wir noch bis Havelock und verbringen die Nacht von Sonntag auf Montag auf einem ruhigen familiären Campingplatz.







Am nächsten Morgen wandern wir von Ngakuta Bay an der Küste entlang bis nach Picton und haben unterwegs immer wieder tolle Ausblicke auf die Malborough Sounds. So stellen wir uns die Landschaft in Norwegen vor, denn Sound bedeutet so viel wie Fjordlandschaft. So wandern wir auf unserer letzten Wanderung auf der Südinsel nochmals 10 KM und 500 Höhenmeter. Hier sind nicht viele Touristen unterwegs und wir treffen nur ein paar einzelne Mountainbiker. In Picton angekommen, essen wir erstmal ein Eis und lassen uns mit dem Taxi wieder zu unserem Camper zurückfahren. Die Nacht verbringen wir in der Nähe des Hafens, da wir am nächsten Morgen mit der Fähre nach Wellington fahren.





















Früh morgens befahren wir mit unserem Camper die Autofähre und trotz der vielen Fahrzeuge ist es ein reibungsloser Ablauf. Wir haben an diesem Morgen Glück, dass die Fähre überhaupt fährt, da die drei vorherigen Tage kein Fährbetrieb wegen zu starkem Wellengang, stattfand. Insgesamt dauert die Überfahrt der Cook Straße 3,5 Stunden und wir verbringen die erste Stunde oben auf dem Deck und genießen den Blick auf die Malborough Sounds und können sogar kurz Delfine beobachten. Danach verbringen wir die Zeit im Spieleraum und sind zur Einfahrt nach Wellington wieder auf dem Aussichtsdeck.















Nach Ankunft auf der Nordinsel Neuseelands spazieren wir in Wellington durchs belebte Zentrum, schauen uns die St. Mary und Old St. Paul Kathedrale (komplett aus Holz gebaut) an und laufen am Parlamentsgebäude, welches wie ein Bienenstock aussieht, vorbei. In einem modernen Food Court probieren wir uns durch koreanische, persische und indische Küche. An der Hafenpromenade beobachten wir das bunte Treiben und vom Mount Victoria haben wir einen tollen Ausblick auf die verschiedenen Stadtgebiete.



















Eine knappe Stunde nördlich von Wellington, im NGA Manu Reservat, nehmen wir an einer Führung zu den tierischen Ureinwohnern Neuseelands teil. Wir erfahren viele interessante Fakten über den Tuatara, eine Eidechse, dessen Art es schon seit 225 Mio Jahren gibt und über die Langflossenaale, die ihren Leich im Ozean ca. 3000 – 4000 KM entfernt in Tonga ablegen und dann wieder in die Flüsse und Seen Neuseelands zurück kehren. Die Fütterung der lebhaften Tierchen ist nicht nur für die Kinder ein Highlight. Natürlich darf auch der neuseeländische Star nicht fehlen und wir dürfen einen KIWI beobachten, der abends erwacht und langsam aktiv wird. Das Nationaltier hat hier einen hohen Stellenwert und das nicht nur weil sich die Neuseeländer als Kiwis bezeichnen. Seit einigen Jahren gibt es ein groß angelegtes Schutzprogramm um den bedrohten kleinen Laufvogel zu schützen. Denn eingeschleppte und invasive Räuber wie Marder, Opossums und Ratten fressen die Eier und Jungtiere. Dadurch hat sich die Zahl der wild lebenden Kiwis drastisch verringert und sie werden in 50 Jahren komplett verschwunden sein, wenn nichts unternommen würde. Auf fast jeder Wanderung und in den Wäldern sehen wir zahlreiche aufgestellte Kleintierfallen um diesem Problem Herr zu werden. Einen wilden Kiwi selbst anzutreffen ist äußerst schwierig, denn die Vögel halten sich tagsüber in ihren Erdhöhlen versteck und gehen nur nachts vorsichtig auf Nahrungssuche. Sie fressen kleine Würmer und Insekten, die sie mit ihrem langen Schnabel ausgraben. Neben dem Kiwi treffen wir noch weiter einheimische Vögel an, wie den Kea und den Kaka.
















