Am letzten Tag des Jahres haben wir uns einen wahren „Höhepunkt“ vorgenommen, denn wir wollen den Roys Peak in Wanaka erklimmen. Eine Wanderung mit 1300 Höhenmetern und insgesamt 13 KM – also kein Spaziergang. Wir sind in den vergangenen Wochen viel gewandert, sind uns aber nicht sicher ob wir es alle zusammen bis zum Gipfel schaffen können. Der 6,5 KM lange und steile Anstieg hat es in sich und man kann von unten den Weg erkennen, der sich wie eine helle Schlange um den Berg windet. Wie so oft sind wir nicht alleine unterwegs und die kurzen Gesprächen mit Gleichgesinnten motivieren. Zum Glück schläft Käthe 1,5h in der Trage (manchmal schläft sie nur 30 Min mittags) und wir treffen unterwegs viele Schafe und haben immer wieder abwechslungsreiche Ausblicke auf den Wanaka See. Mit Pausen, Motivations-Gummibärchen, mentalen Spielchen unter guter Verpflegung schaffen wir es erschöpft aber extrem stolz bis zum Gipfel. Wir haben eine grandiosen 360° Rundumblick auf die Ausläufer des Wanaka Sees und umliegende Bergketten. Beim Abstieg denken wir, die Jungs müssen doch jetzt richtig k.o. sein, aber Emil rennt kurz vor dem Parkplatz immer noch Schafen und Kaninchen in den Wiesen hinterher… Auch Käthe läuft beim Abstieg mindestens 2KM und zaubert jedem entgegenkommendem ein Lächeln ins Gesicht.

































Anschließend kühlen wir unsere Füße im See ab und kochen Abendessen. Die letzten Stunden des Jahres verbringen wir auf einem abgelegenen Stellplatz unter phantastischem Sternenhimmel. Bei einem Glas Sekt lassen wir das ereignisreiche Jahr welches in Vietnam begann und in Neuseeland endet Revue passieren. Auf ein gesundes und abenteuerreiches neues Jahr 2025.




Am Neujahrs Morgen besuchen wir die „Blue Pools“ die durch das eiskalte und kristallklare Wasser sehr intensiv blau leuchten. Am Parklpatz treffen wir eine deutsche Familie unseren Alters mit zwei kleinen Kindern, die ähnlich alt sind wie Emil und Theo und schließen uns zusammen.






Nachmittags setzen wir unsere Fahrt entlang der Westküste fort und besuchen den Fox Gletscher. Einer von zwei Gletschern auf der Welt der von Regenwald umschlossen ist. Durch die tiefe Bewölkung und die weite Entfernung können wir nur Teile des Gletschers sehen. Durch die topographischen Gegebenheiten ist die Westseite der Südinsel 10 mal regenreicher als der Rest des Landes.








Das feuchte Klima führt auch dazu, dass es sehr viele Moskitos gibt und noch schlimmer viele Sandfliegen. Die letztgenannten Plagegeister wirken wie unscheinbare Obstfliegen, fräsen jedoch kleine Löcher in die Haut und anschließend kann die Bissstelle bis zu 10 Tage höllisch jucken. Als wir am nächsten Tag, gemeinsam mit der anderen deutschen Familie, den Hoketika Gorge Rundweg laufen, werden wir von den Sandfliegen regelrecht verfolgt. Nichts desto trotz erneut ein unglaublich blauer Gebirgsfluss umgeben von Regenwald.









Den Abend lassen wir in Hoketika am Spielplatz, Strand und in der kleinen Glühwürmchen Höhle ausklingen.










Weiter geht die Fahrt entlang der kurvenreichen und spektakulären Küstenstraße und wir machen Halt bei den Pancake Felsen. Diese verdanken ihren Namen der aufgeschichteten versteinerten Sedimente die aussehen, wie übereinandergestapelte Pfannkuchen. Einmalige Gesteinsformationen und wir verstehen langsam warum Neuseeland so vielseitig und einzigartig ist.













Das Besondere ist wie so oft begehrt und hat seinen Preis. Wir merken es z.B. bei den Hauptsehenswürdigkeiten, die immer sehr gut besucht sind und es oft etwas dauert bis wir einen Parkplatz finden. Auch die Campingplätze sind alle ausgebucht und da wir nicht im Vorraus reserviert haben sind wir oft auf öffentliche Stellplätze angewiesen, diese sind aber kostenfrei und meistens mit einer öffentlichen Toilette ausgestattet.
Wir verlassen die Westküste und machen einen Abstecher zum Lake Nelson. Wir treffen zwar keinen Kiwi, aber dafür viele Langflossenaale im See, die es nur in den Gewässern Neuseelands gibt. Die bis zu 2m langen Aasfresser sind ungefährlich und können sogar an Land kommen solange sie feucht bleiben.









