Immer noch ist das Wetter an der Ostküste subtropisch aber je südlicher wir gelangen, desto weniger Luftfeuchte. In Mackay verbringen wir einen heißen Tag in der Bluewater Lagune, einem großzügigem Pool der für jeden kostenfrei zugänglich ist. Das Wasser hat Badewannentemperatur und die Kids haben ihren Spaß. Erstaunlich wie sauber und gepflegt die Anlage ist und es sind mehrere “Life guards” im Einsatz, die den Wasserbereich überwachen. Wir fragen uns, warum es sowas in Deutschland nicht gibt und wahrscheinlich nicht lange funktionieren würde.







Am Nikolaustag unternehmen wir eine Expedition in Richtung Eungella Nationalpark und wollen das nur in Australien vorkommende Schnabeltier in freier Wildbahn aufsuchen. Nicht ganz so leicht, denn die Tiere sind scheu und kommen nur in manchen kleineren Seen und Flüssen vor. Sie sind neben dem Schnabeligel das einzige Säugetier, welches Eier legt und äußerlich einzigartige Erscheinungen. Wie wir finden eine Mischung aus Otter, Bieber und Ente. Wir sind den ganzen Tag entlang des Pioneer Flusses unterwegs und tatsächlich Nachmittags, in höheren Lagen, an einem kleinen Tümpel haben wir Glück. Beim längeren Beobachten, werden wir von Anderen gewarnt, dass sich eine Braunschlange soeben aus dem Tümpel begeben hat und sich im hohen Gras versteckt hält. Wir sind nicht erpicht auf eine Bekanntschaft und ziehen uns langsam zurück.















An einem weiteren Tag unternimmt Michael einen Schnorchelausflug zu einer der vorgelagerten Inseln des Great Barrier Reefs und Marie und die Kinder verbringen den halben Tag am Wasserspielplatz der Unterkunft. Leider ist die Strömung an diesem Tag stark und die Sicht nicht gut. Die vielen bunten Korallen sind dennoch beeindruckend, auch wenn nicht so viele Fische unterwegs sind wie erhofft. Abends unternehmen wir einen Strandspaziergang am Kap Hillsborough, der Teil eines Naturschutzgebietes ist und ein beliebter Anlaufpunkt für Naturliebhaber.












Nach einem ausgiebigen Frühstück und Einkaufen fast wie zu Hause, geht die Reise weiter nach Rockhampton. Auf der vierstündigen Autofahrt gibt es außer ein paar Tankstellen, Rastplätze und kargen Rinderweiden wenig zu sehen. Abends in der neuen Ferienwohnung haben wir zum zweiten Mal einen Ofen und zum ersten Mal gibt es leckere selbstgemachte Pizza.









Eigentlich wollten wir von Rockhampton aus einen Tagesausflug zur Great Keppel Island machen, entscheiden uns aber kurzfristig für einen Ausflug zur Koorana Krokodil Farm. Etwas unsicher, ob wir eine Farm auf der Krokodile gezüchtet werden gut oder schlecht finden sollen, wollen wir uns ein eigenes Bild machen. Die weltweite Nachfrage nach Krokodilfleisch und Leder ist weiterhin hoch und man hatte in der Vergangenheit durch Jagd, die Anzahl der frei-lebenden australischen Leistenkrokodile von 300.000 auf 3.000 dramatisch reduziert. Durch erfolgreiche Aufzuchten und Auswilderungen hat sich der Bestand wieder erholt (aktuell ca 230.000) und man geht den frei lebenden Tieren dank ihrer Artgenossen in den Farmen nicht mehr ans Leder. Wir lernen an diesem Tag sehr viele interessante Fakten, wie z.B. dass ihr Rückenpanzer die Sonnenenergie speichert und sie nachts warm hält oder dass das Alphamännchen die Anzahl der anderen Männchen reguliert je nachdem wie groß das Nahrungsangebot im Revier ist. Die Weibchen bewachen ihr Nest 3 Monate und transportieren ihre Jungen nach dem Schlüpfen vorsichtig im Maul ins Wasser. Mit dem gleichen Maul können sie Beute zerreißen und einen Druck aufbauen, der 5 Bowlingkugeln zerquetschen würde. Eigentlich stehen wir Menschen nicht auf ihrem Speiseplan, aber durch Anfüttern haben manche großen Exemplare in der Wildnis die Scheu vor uns verloren.
Auf der Farm ist es möglich ihnen sehr nah zu begegnen und wir sind alle beeindruckt von den an Land behäbig wirkenden Kraftpaketen, die sich unter Wasser unsichtbar machen können und bis zu 50 KM/h schnell sind.












Natürlich verlassen wir Rockhampton nicht, ohne einen weiteren entspannten und traumhaften Badetag im Freiwasserpool mit Meerblick.








