Abends in Tasmanien angekommen, geht es mit dem neuen Mietwagen in die vom Flughafen ca. 1h entfernte Unterkunft. Auf den letzen Kilometern, nach Verlassen der Autobahn bekommen wir einen ersten Eindruck davon, wieviele nachtaktive Tiere hier unterwegs sind und welch ein Artenreichtum hier noch herrscht im Vergleich zum Festland. Unsere Ferienwohnung befindet sich außerhalb bewohnter Gebiete in einem kleinem Holzhaus und wir müssen zum ersten mal die Heizfunktion der Klimaanlage aktivieren, denn nachts kühlt es auf 14 Grad C herunter.
Am ersten Tag unternehmen wir einen Tagesausflug zum Narawntapu Nationalpark und werden gleich zu Beginn von zwei Kängurus “begrüßt”. Auf unserer Wanderung durch abwechslungsreiche Natur sind wir fast die einzigen Besucher und können zahlreiche Kängurus, Wallabies, Vögel und einen Ameisenigel beobachten. Ein aufregendes Erlebnis für die Kinder, denn manche Kängurus sind nicht besonders scheu und deutlich größer als die Jungs.




































Das Highlight eines jeden Aufenthalts auf Tasmanien ist sicherlich das Hochland rund um den Cradle Mountain im zentralen Bergland. Hier gibt es unzählige Wandermöglichkeiten und auch Mehrtagestouren. Im sehr gut organisierten Visitorcenter bekommen wir viele nützliche Infos und es gibt einen Shuttlebus, der verschiedene Spots anfährt. Wir haben Glück mit dem Wetter und unternehmen eine Wanderung um den Dove Lake. Die Farbvielfalt der Vegetation und Bergkulissen sind atemberaubend und wir spazieren meist über Holzblanken durch beeindruckende Natur. Weniger beeindrucken lies sich eine schwarze Tiegerotter, die 2m neben dem Weg züngelnd auf Beutesuche war und dessen Gift so potent ist, dass sie im Ranking den fünften Platz der gefährlichsten Schlangen Weltweit einnimmt. Leider haben wir sie nicht komplett aufs Fotos bekommen, hatten allerdings auch einen erhöhten Puls in dem Moment und waren auf Abstand bedacht.


Unsere Wanderung führt uns weiter in felsigere Gefilde und für Emil und Theo in ein Kletterparadies. Wo es die Wege zuließen durfte Käthe klettern und balancieren. In der Abenddämmerung und kurz vor Abfahrt des letzten Shuttlebusses durften wir noch zahlreiche Wombats entdecken, die sprichwörtlich aus allen Löchern gekrochen kamen. Die abend- und nachtaktiven Tiere sehen aus wie große pelzige Meerschweinchen und wirken friedlich und gemütlich, können aber bei Bedrohung bis zu 40 km/h schnell flitzen. Sie bauen bis zu 25m lange Tunnelsysteme die bis zu 3m unter der Erde sein können, bei Gefahr verschließen die den Tunneleingang mit ihrem Hinterteil und treten den potentiellen Angreifer mit den Hinterbeinen.





























Am 21. November feiern wir Theos fünften Geburtstag (mal wieder) nicht zu Hause sondern diesmal hier auf Tasmanien. Morgens mit Rührei, Kakao, Müsli und Geschenken. Danach geht es in eine Auffangstation für Tasmanische Teufel und andere verletze oder verwaiste Wildtiere. Wir erfahren viele interessante und spannende Fakten über Wombats, Kängurus, Beutelmarder und Tasmanische Teufel. Letztgenannte haben es auf Grund ihres Furcht erregenden Namens, lautem Geschrei und ansteckender Krebserkrankungen schwer. Das nur auf Tasmanien vorkommende Beutelraubtier ist gefährdet und ist in der freien Wildnis nur noch selten anzutreffen, dabei hat der Aasfresser eine wichtige Bedeutung für das Ökosystem und ist für den Menschen völlig ungefährlich. Wir verbringen einen abwechslungsreichen Nachmittag und können die frei umher hüpfenden Kängurus hautnah erleben. Abends gibt es wunschgemäß Königsberger Klopse und Eis zur Nachspeise. Nicht nur für Theo ein unvergesslicher Geburtstag.
























