Hochland und Natur – in Ella und Umgebung ⛰️

Wir verlassen die schöne Ostküste und fahren ins Landesinnere in das „Bergdorf“ Ella. Vorbei an zahlreichen Wasserfällen und durch grüne Wälder. Auf den wenigen Hauptstraßen ballt sich der Verkehr, bestehend aus vielen Bussen, LKWs, Autos, TUK TUKs, Motorrädern, Rollern und Fahrrädern. Wie auch in anderen asiatischen Ländern findet das Leben draußen statt und entlang der Straße gibt es unzählige Verkaufsstände mit Obst, Gemüse, Fisch und zahlreiche Geschäfte und lokale Imbisse sowie Restaurants. Klassische Straßenküchen und kleine Essensstände direkt an der Straße wie z.B. in Thailand gibt es hier zu unserer Überraschung nicht.

In Ella treffen wir zum ersten Mal auf unzählige Touristen und ein Überangebot an Hotels, Restaurants und Touranbietern. Hier merkt man bisher am wenigsten von der Tourismus Krise Sri Lankas, ausgelöst durch Anschläge, Corona-Krise und Wirtschaftskrise. Die erste Wanderung führt uns zum Ella-Rock mit einem abwechslungsreichen Wanderweg mit flachen und sehr steilen Anstiegen von insgesamt 600HM. Von oben haben wir eine tolle Aussicht auf die umliegenden Berge und hier im Hochland ist die Luftfeuchtigkeit deutlich geringer. Bahngleise werden als Gehwege genutzt und das fühlt sich für uns am Anfang noch sehr verboten an aber man ist nie alleine auf den Gleisen unterwegs. Die wenigen Züge sind so laut, das man sie schon einige Kilometer vorher hört.

Weitere kleine Wanderungen unternehmen wir zum Little Adams Peak mit toller Aussicht auch bei Bewölkung und zu einer gut erhaltenen kolonialen Eisenbahnbrücke mit neun Bögen.

An einem weiteren Tag besuchen wir ein großes Teeanbaugebiet auf 2000m Höhe, wo der Lipton Tee und Eistee seine Ursprünge hat und wandern durch unzählige Teeplantagen. Die Teepflückerinnen leisten hier eine harte Arbeit und wohnen in sehr einfachen Verhältnissen. In einer Teefabrik erhalten wir einen guten Einblick in die Herstellung des traditionellen Schwarztees. Blätter werden getrocknet, fermentiert und immer weiter zu feinerem Pulver verarbeitet. Die Pflückerinnen müssen 20 kg am Tag ernten, um ihren Tageslohn zu erhalten und alle 7 Tage werden die frischen Triebe der selben Pflanze gepflückt. Der fertige Schwarztee wird von Colombo aus in die ganze Welt verschifft.

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