Freude beim Essen, ebenso auf Reisen

Hier bekommt ihr einen kleinen Einblick in die costa-ricanische Küche. Auch kulinarisch hat das Land sehr viel mehr zu bieten als Reis mit Bohnen 😀. Neben den Fleisch und Fisch Variationen gibt es hier jede Menge bekannte und unbekannte Früchte z.B. Bananen, Ananas, Melonen, Mango, Papaya und Maracuja bekommt man fast an jeder Ecke und ihr Geschmack ist viel süßer und intensiver als zu Hause. Eigentlich logisch, da z.B. die Bananen hier nicht im Frachtraum reifen, sondern bis kurz vor dem Verzehr an der Staude verbleiben. Kokosnüsse gibt es auch überall und sie werden mal eben schnell als Drink oder Snack von der Palme geholt. Zu den etwas unbekannteren Früchten zählt Mamonchino, auch Rambutan genannt. Sie schmeckt ähnlich wie Litschi, hat jedoch etwas mehr Fruchtfleisch. 

Zum Frühstück gab es bei uns oft Hafer-, Grießbrei oder Müsli mit Banane für die Kinder. Dazu noch entweder Ananas, Melone, Mango, Apfel, Mamon,… Manchmal auch Rührei, Pancakes oder Toast mit süßem Aufstrich. Ganz selten mal klassisch „Gallo Pinto,“ Reis mit Bohnen, Rührei oder Spiegelei, Kochbanane, weißer Käse und Toastbrot. 

Da wir mittags meistens unterwegs waren haben wir oft gepicknickt. Belegte Baguettes mit Käse, Wurst und Gemüse waren und sind steht’s treue Begleiter. Die Brotkultur ist leider nicht so vielfältig wie in Deutschland aber an Kuchen und süße Teilchen gab es eine große Auswahl. Empanadas (gefüllte Teigtaschen) sind fast wie in ganz Lateinamerika hier auch verbreitet und immer wieder lecker 😋.

Abends waren wir oft in einem sog. Soda essen, wo auch die Einheimischen einkehren. Ein einfach ausgestattetes Restaurant könnte man sagen. Je unscheinbarer und älter die Plastikstühle, desto besser das Essen 😉 Die Auswahl ist nicht groß und es gibt keine Karte, aber dafür geht es blitzschnell und wir wurden wirklich nie enttäuscht. Preis-Leistung ist unschlagbar und selber kochen wäre teurer. Man zahlt hier etwa drei bis fünf Euro in einem Soda für ein Gericht. So bekommt man vor allem an der Küste frischen Fisch und andere Meerestiere lecker serviert. Außerdem gab es auch des Öfteren als Beilage Pommes, welche hier sogar knusprig schmeckten.

Ein klassisches Gericht ist „Casado“ (= verheiratet) der Ehemann bekommt wohl nach dem Eheversprechen immer nur noch Reis mit Bohnen, Kochbananen und wahlweise Fisch oder Fleisch gekocht, wenn man den Namen wörtlich nimmt. Es war oft abwechslungsreicher als es klingt, da jede Region ihre eigene Interpretation pflegt. Mal mit grünem Salat, Kartoffelbrei, gegrilltem Gemüse,… serviert. Auch die Bohnen mal eingelegt, mal püriert, mal als Salat,…


Ceviche, ursprünglich aus Peru, besteht aus rohem Fisch oder Meeresfrüchten, die in einem Sud aus Zitronensaft, Salz und Kräutern eingelegt werden. Dazu salzige Kekse oder Brot.  


Tamales bestehen aus Fleisch mit Maismehl, das in Bananenblätter eingerollt und gedämpft wird. Gegessen wird nur die Füllung, die Blätter dienen lediglich als Verpackung. Besonders beliebt sind Tamales in der Weihnachtszeit. 

Wenn wir die Möglichkeit zum Kochen hatten, dann gab es mal Nudeln mit Tomatensoße oder Pesto, sowie eine Gemüsepfanne oder Tortillas.

Wir trinken gerne Wasser mit Kohlensäure, haben jedoch in ganz Costa Rica keinen Sprudel entdeckt. Das überraschte Marie, denn selbst in Südafrika oder Chile gab es Sprudel. Die leckeren Obstshakes machten es aber wieder gut.😉


Süßes für den süßen Emil

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